Das Schnittstellen-Problem

Wenn Technik aneinander vorbeiredet

Wer übernimmt eigentlich die Verantwortung, wenn es kompliziert wird?

In der Theorie greifen bei modernen Bauvorhaben alle Gewerke nahtlos ineinander. In der Praxis der Gebäudeautomation entstehen jedoch oft kostspielige Schnittstellen-Probleme – genau dort, wo mechanische Komponenten, Elektrotechnik und digitale Logik aufeinandertreffen.

Gewerkeübergreifende Systemintegration an technischen Knotenpunkten.

Das Dilemma an der Tür

Ein klassisches Beispiel aus der Baustellen-Praxis: Ein Sicherheits-Errichter liefert die Einbruchmeldeanlage, ein Elektriker die Leitungsverlegung und ein IT-Spezialist die Zutrittskontrolle.

An der Tür trifft alles zusammen: Während der Monteur der Alarmanlage seine Sensorik verbaut und der Elektriker den Türöffner anschließt, installiert der IT-Spezialist die Komponenten für die Zutrittskontrolle – oft ohne Blick für die mechanische Beschaffenheit der Tür oder das dort verwendete Schloss.

Hier stoßen wir auf das typische Vakuum zwischen den Gewerken:

  • Es fehlt die übergeordnete Instanz, die prüft, ob eine Änderung am Türschloss die technisch überlegene Lösung gewesen wäre.
  • Die Gewerke berühren sich zwar physisch, sprechen aber funktional aneinander vorbei.
  • Das Ergebnis sind unnötige Schnittstellen-Reibungsverluste, Nachbesserungskosten und unbefriedigende Insellösungen.

Der „Aufzug-Moment“

Ein weiteres Szenario: Mit dem Start der Montagephase konzentrieren sich die Aufzugbau-Spezialisten vollauf auf ihre Kernkompetenz – den Einbau der Kabine in den Schacht. Obwohl Architekt und Bauherr ihre Wünsche im Vorfeld kommuniziert haben, bleiben gewerkeübergreifende Details in der Informationskette oft unberücksichtigt.

Die Monteure arbeiten streng nach Auftrag, in dem die Anforderung des Bauherrn nach einem RFID-Chipkartenleser (zur berechtigten Ruf-Steuerung) schlicht fehlt. Da der Kartenleser zudem oft bauseits gestellt wird, um ein bestehendes System des Kunden zu erweitern, entsteht eine organisatorische Lücke:

  • Wer greift hier ein?
  • Wer sorgt für die fachgerechte Montage direkt am oder im Aufzug?
  • Wer stellt sicher, dass die Steuerung des Aufzugs und das Zutrittssystem technisch kommunizieren?

Ohne eine präzise System-Spezifikation und die korrekte Auslegung der Schnittstelle wird dieser Kundenwunsch zur teuren Sackgasse. Hier ist ein Experte gefragt, der bereits in der Projektierungsphase die Weichen richtig stellt.

Das Systemdesign der Gesamtknotenpunkte

Als Systemintegrator besetze ich genau dieses „Niemandsland“. Meine Aufgabe ist es, diese Schnittstellen-Probleme bereits in der Projektierungsphase zu identifizieren und zu lösen. Ich betrachte das Projekt durch die Brille der Gesamt-Systemintegration.

Ich sorge für ein belastbares System-Layout, bei dem alle Komponenten eine gemeinsame Sprache sprechen – vom Keller bis zum Aufzugsschacht.

Lassen Sie uns Ihre Projekte durch ein durchdachtes System-Layout zu einer intelligenten Einheit verbinden.